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Momme-Nissen-Haus

Pellworm: kath. Momme-Nissen-Haus

Momme-Nissen-Haus auf der Nordseeinsel Pellworm

Eine Kirche als „Rasthaus für die Seele“Momme Nissen Haus Pellworm

Am 16. Juli 1978 wurde das Momme-Nissen-Haus auf der Insel Pellworm, das ehemals eine Außenstelle der katholischen Kirchengemeinde St. Knud/Nordstrand war, mit einem festlichen Gottesdienst durch den Osnabrücker Weihbischof Karl-August Siegel eingeweiht.

Dank des unermüdlichen Engagements von Monsignore Peter Schmidt-Eppendorf, der  großzügigen finanziellen Diaspora-Hilfe durch das Bonifatiuswerk in Paderborn und des damals zuständigen Bistums Osnabrück - konnte ein kleines Anwesen im Großen Norderkoog auf Pellworm erworben werden.

In einem ehemaligen Kuhstall wurde die „St. Petrus-Kapelle“ eingerichtet und der alte Kornboden zu gemütlichen Appartements für die Gastpriester umgebaut. Heute zählt die katholische Seelsorgestation inmitten des UNESCO-Weltnaturerbes Wattenmeer zu den Sehenswürdigkeiten auf der Nordseeinsel Pellworm und gehört kirchenrechtlich zur neugebildeten Zentralpfarrei „Christus König & St. Knud“ in Husum unter der Leitung von Pfarrer Oliver Meik.

Das Interesse am Momme-Nissen-Haus, benannt nach dem Dominikanerpater Benedikt Momme Nissen(1870-1943), reicht weit über die Insel Pellworm hinaus. Aufgrund von Steuermindereinnahmen stand die Kapelle im Jahr 2004 vor dem Aus.

Durch die Gründung des Fördervereins „Freunde des Momme-Nissen-Hauses e.V.“ am 21. Mai 2004, konnte die Schließung dieses überregional bekannten Kleinods abgewendet werden und die Vision, aus der Einrichtung ein spirituelles Zentrum mit „Leuchtturm-Charakter" zu schaffen, erhalten bleiben.

Seitdem sichert der „Freundeskreis“ durch Spenden, Vereinsbeiträge, Benefizveranstaltung zugunsten der Seelsorgestation das finanzielle Fundament.

Das Momme-Nissen-Haus mit der „Petrus-Kapelle“ wird auch gerne als „Hochzeitskapelle“ genutzt, weil sie einen einzigartigen, romantischen Rahmen bietet und eine gute Alternative für diejenigen ist, die zwischen „kirchlich“ und „nur standesamtlich“ schwanken.

Inzwischen kann der Förderverein auch auf prominente Hilfe und Fürsprecher bauen. Der Alt-Erzbischof von Hamburg, Dr. Werner Thissen, unterstützt seit vielen Jahren auf verschiedene Weise das Anliegen des Fördervereins. Er hielt unter anderem eine Lesung an Bord der M/S Nordfriesland und spendete die Firmung in der Insel-Kapelle. Der  Benediktinerpater Anselm Grün hat bereits 5 Vorträge auf Pellworm gestaltet und so zur Erhaltung der Kapelle beigetragen. Und selbst die Fußball-Ikone Uwe Seeler ließ es sich nicht nehmen, die „St. Petrus-Kapelle“ zu besichtigen und für die Kirchenfenster zu spenden.

Damit eng verbunden ist eine kleine Erfolgsgeschichte, die in Zeiten leerer Kassen und begrenzter Möglichkeiten modellhaft zeigt, was mit Engagement, Optimismus und der „providentia Dei specialissima“ möglich ist. Daran hat nicht zuletzt der stets Mut machende Erzbischof Dr. Werner Thissen großen Anteil.

Die „St. Petrus-Kapelle“ im Momme-Nissen-Haus lädt jeden Tag zu Besinnung, Andacht und zur „Auszeit“ ein. Zugleich ist die Sakralität der Kapelle ein sichtbares Symbol für eine andere Dimension des Lebens. Sie ist nicht „nur“ eine Kirche, sondern im guten Sinn ein „Rasthaus und  Refugium für die Seele“, ein Gegenpol zur Welt der lauten Betriebsamkeit, wo der pilgernde Mensch wieder zu sich finden und loslassen kann. Es tut gut, auf die Seele zu warten und sie nachkommen zu lassen, weil wir sie möglicherweise irgendwo in der Hektik einer beschleunigten Welt der Zwecke, Berechnungen und Pläne vergessen haben. Geschützt von den Mauern des ehemaligen Stalles, kann hier der Besucher tief durchatmen, meditieren, beten, sich besinnen auf den Grund des Lebens. Gemeinsam auch mit anderen das Gedächtnis Gottes wach halten, seine Verheißungen nicht vergessen, in Lob und Klage sich unter Gottes Segen stellen. Wer Muße hat und in der kleinen Kapelle mit den „Augen des Herzens“ zu sehen versucht, für den kann jeder Punkt des Endlichen letztlich zum Unendlichen führen. Und wo wir ans Unendliche rühren, da berührt uns manchmal Gott!

Dazu laden auch die Gottesdienstfeiern mit Gastpriestern und die kulturellen Veranstaltungen  ein.

Wer in der kleinen Kapelle einmal „Rast“ gemacht hat, neuen „spirituellen Reiseproviant“ für seinen Lebensweg bekommen konnte, der geht danach gelassener weiter.

Das architektonische Kleinod unter den Kirchen Nordfrieslands wird auch in Zukunft eine Oase der Ruhe und stillen Fenster Momme-Nissen-HausGeborgenheit für alle sein, die unterwegs sind, die ihr Ziel noch nicht kennen, und für alle, die „mühselig und beladen“ sind. Und wenn Sie in den kommenden Monaten unterwegs sind, dann besuchen Sie einmal das Momme-Nissen-Haus auf der Insel Pellworm.

Betrachten Sie die 14 kunsthistorisch bedeutenden Kirchenfenster – „Geschichte in Glas“, Erinnerung, Denkmal vergangener Jahrhunderte. Sie erinnern an die verheerende Flut von 1634, als in der Nacht vom 11. zum 12. Oktober mehr als Sechstausend Menschen ertranken. Viele Kirchen mussten in Nordfriesland damals aufgegeben werden. Von einigen sind nur die Patrone bekannt. Ihnen sind deshalb auch sieben künstlerisch besonders wertvolle Fenster gewidmet. Die Glasfenster und das Altarbild sind geschaffen worden von dem inzwischen verstorbenen Künstler Franz Griesenbrock aus den Niederlanden - nach Vorschlägen von Monsignore Peter Schmidt, dem Initiator des Momme-Nissen-Hauses.

Gönnen Sie sich etwas Zeit und besuchen Sie die kleine Kapelle auf Pellworm oder wie es Reiner Kunze in seinem Gedicht sagt: „Treten Sie ein, legen Sie Ihre Traurigkeit ab, hier dürfen Sie schweigen“ und „holy-days“ - „heilige Tage“ erleben, die Sie zurückbringen zum Ursprünglichen und Wesentlichen.

Matthias G. Hagenhoff

Matthias G. Hagenhoff

Ehrenamtlicher Tourismusseelsorger

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